Archive für Soziale Medien

Die Hochwasserkatastrophe nun bereits fast ein Jahr her. Die meisten Schäden in Dresden sind mehr oder weniger beseitigt, die meisten Familien leben wieder in ihren Häusern und damals betroffene Lokalitäten – wie der Schillergarten und die Villa Marie – haben ihr Tagesgeschäft wieder aufgenommen. Doch lässt uns die Sache nicht wirklich los. Das zeigen einige neuere Arbeiten und Projekte, die seit dieser Zeit entstanden sind, um nur einige willkürlich ausgesuchte zu nennen: zwei unserer eigenen Abschlussarbeiten am Institut (ich poste, sobald erste interessante Ergebnisse da sind), erste Auswertungen von Ralph Scholze, die anstehende Arbeit einer Studentin aus Ilmenau, die Arbeitsgruppe des Hans-Bredow-Instituts in Hamburg oder auch die im Oktober 2013 stattgefundene Fachtagung: „Web 2.0 und Social Media in Katastrophenschutz und Hochwassermanagement“ in Heidelberg.

Ich werde nicht mehr näher darauf eingehen, was damals passierte. Interessierte Leser möchte ich gern auf einen älteren Beitrag von mir verweisen und dazu einladen den ein oder anderen Link hier zu klicken. Herauszuheben ist jedoch, dass während des Hochwassers 2013 soziale Medien wie Facebook, Twitter, Blogs, Webseiten und Newsticker eine überaus wichtige Position eingenommen haben.

Erste Ergebnisse und Auswertungen

Einige Beiträge sprechen sogar von einer „Social Media Flut„. Erste Auswertungen stellen unterschiedliche Rollen der Medien fest. So ist bei Ralph Scholze (der sich auf eine Infografik der ]init[ AG bezieht) nachzulesen, dass Twitter eher als „Krisenmedium“ fungierte und Facebook dazu diente “Hilfe online [zu] organisieren”. Und ebenso erstaunt wie er, bin ich über das Ergebnis, dass die „Netzgemeinde relativ lange gebraucht hat, um auf das Ereignis zu reagieren„. Allerdings bezieht sich dieser Eindruck auf Gesamtdeutschland sowie auf die Hochwasserstände von Elbe, Donau und Saale. Man kann sicher sagen, dass Engagement und Dynamiken in sozialen Medien zwischen einzelnen Städten und Katastrophensituationen unterschiedlich stark verlaufen sind (einen sehr schönen Überblick kann man sich auf Steffens Blogbeitrag verschaffen). In Dresden jedenfalls war richtig viel los, wie der Grafik von Mathias Mehnert (7. Juni) zu entnehmen ist.

Auch wir forschen am Thema

Wir (ein kleines Team des IfK Dresden) versuchen mehr Licht ins Dunkel sozialer Medien in Krisensituationen zu bringen. Neben den bereits erwähnten Masterarbeiten, beschäftigen wir uns mit Hilfe einer automatisierten Inhaltsanalyse der Tweets zur Zeit des Hochwasser 2013 in Dresden mit dem Thema. Aber dazu später mehr.

[To be continued …]