Archive für Google

Eine der Aufgaben in Themblock I des #sooc13 war es die eigene persönliche Lernumgebung einmal darzustellen. Ich habe mich diesbezüglich mit dem Text von Schaffert & Kalz 2009 auseinandergesetzt und die dortige Darstellung einer solchen PLE nach Ryan Turner 2008 als Vorlage verwendet.

Ein paar zusammenfassende Gedanken zuvor:

Zunächst einmal ist sie ziemlich komplex geworden. Beim Betrachten bin ich selbst ein wenig erschrocken darüber – wie viel ich eigentlich so benutze. Und dabei sind hier nur die wichtigsten – also diejenigen, die bereits öfter mal angewendet wurden – erwähnt. Es gibt noch eine Menge anderer Tools und Umgebungen, mit denen ich im Lauf der Zeit in Kontakt gekommen bin, die ich jedoch aus irgendeinem Grund noch nicht weiterverfolgt oder wieder abgeschafft habe.

Der zweite Gedanke, der mir dabei durch den Kopf ging, war: Ist es überhaupt möglich/notwendig so viele verschiedene Elemente zum Lernen zu haben? Verliert man da nicht zu schnell den Überblick und damit auch den Lern-Gewinn?

Also habe ich einen Blick in mein kleines Medientagebuch geworfen, um zu sehen, wie ich das eigentlich so mache. Man vergisst – gerade bei dieser Komplexität – ja eine Menge und ich sowieso. Dabei sind mir einige Punkte zu meiner eigenen Nutzung aufgefallen:

Ich benutze selbstverständlich nicht alle Elemente gleichrangig (was durch verschiedene Größen einiger Symbole im Bild ausgedrückt werden soll). Wonach sich diese unterschiedlichen Präferenzen richten, hängt in meinem Fall von verschiedenen Faktoren ab:

Themenpräferenz
Nicht jedes Thema eignet sich für jedes Programm oder Netzwerk. Für den #sooc13, z.B. greife ich bisher kaum auf meine Netzwerke auf Google+ oder Facebook zurück. Diese scheinen momentan für andere Bereiche ‚reserviert‘ zu sein. (Z.B. private Kommunikation – auf FB, Kommunikation zu Themen rund um das Projekt SESAM – auf Google+). Allerdings merke ich gerade beim Schreiben dieses Textes, dass sich das #sooc13-Thema hervorragend auch für meine Themenbereiche auf Google+ eignen würden. Was also hat mich bisher trotzdem davon abgehalten?

Netzwerkpräferenz
Ein Grund könnte sein, dass das direkte Netzwerk zum #sooc13 bisher auf Twitter und im wordpress-Blog unterwegs war. Die Leute, die ich erreichen wollte, waren bisher also nicht auf den anderen Netzwerken bzw. habe ich sie dort nicht gesucht.

Funktionspräferenz
Einige Elemente weisen auch Funktionen auf, die ich bisher für #sooc13 nicht in Anspruch genommen habe. So bietet ResearchGate (ähnl. Academia.edu) die Möglichkeit eigene Publikationen lebenslaufähnlich zu präsentieren und zu verbreiten. Wenn es noch keine Publikation, im wissenschaftlichen Sinn gibt, macht das natürlich keinen Sinn. Man kann dort auch andere Wissenschaftler um Rat fragen. Bisher jedoch hatte ich keine so wichtigen Fragen im #sooc13, dass ich diese Funktion hätte bemühen wollen.

Usability
Die Handhabbarkeit ist auch nicht zu unterschätzen. Seit es Cloud-Dienste gibt, fällt bei mir jede Anwendung durch, die nicht in der Lage ist, eine unkomplizierte Synchronisation zwischen meinen verschiedenen Geräten zu ermöglicht. Dabei ist es mir egal, ob ich auf Browser-basierte Webdienste oder Applikationen zurückgreife. Auch das intuitive Benutzen ist für mich wichtig geworden. Lange Gebrauchsanweisungen lese ich schon seit Jahren nicht mehr. Am besten sind Programme, die ein umfangreiches Arsenal an Video-Tutorials besitzen. Solche Sachen sind wichtig, da ich zunehmend stärker darauf bestehe, dass die Produkte der Werkzeuge im Vordergrund stehen und nicht irgendeine umständliche Bedienung dieser. Wenn ein Update z.B. zu große Veränderungen mit sich bringt (so wie jetzt kürzlich bei Google+ geschehen), kann das auch mal zu einer längeren Nutzungspause führen und manchmal sogar zum Nutzungsabbruch (so wie vor einiger Zeit bei keeeb geschehen).

Ubiquitäre, alltägliche Elemente
Einige Elemente sind jedoch immer dabei. Besonders der Bookmarking-Dienst Evernote oder diverse Schreibprogramme sind unverzichtbar geworden. Auch die Google Suchmaschine ist immer dabei, was nicht ganz ohne einen schlechten Beigeschmack stattfindet (warum das so ist, kann man z.B. bei Eli Pariser oder hier nachlesen). Google ist generell und aktuell ein ziemlich mächtiges Instrument in meiner Lernumgebung, was zum einen an der Cloud-Technologie liegt und zum anderen an der relativ einfachen Möglichkeit der Kollaboration sowie anderen Aktionen, die alle an einem Platz zusammengeführt sind. (Die Vorteile hier überwiegen momentan sogar die Datenschutzproblematik). Skype als Kommunikationsmedium – besonders unter den ArbeitskollegInnen im Projekt – ist jeden Tag an und wird auch täglich genutzt. Und Twitter ist ebenfalls seit ca. 9 Monaten zu einem ständigen Begleiter geworden (dazu ein anderes Mal mehr).

Die Prezi zeigt nur die Hauptkategorien näher. Es ist jedoch möglich durch einfaches oder zweifaches Anklicken der Lernumgebung Details zu vergrößern.